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Ungarische Bäder - Teil 1. - Das Wasser von Hévíz

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Hévíz, Heilwasser, Heilkuren, Kurhotels in Ungarn
Nach der Zusammensetzung des Wassers des Sees wurde schon Ende des 18. Jahrhunderts geforscht. Zur genauen Analyse des Wassers kam es aber erst in der zweiten Hälfte unseres Jahrhunderts.
Das warme Wasser der Heilquellen ist eines der ältesten Heilmittel des Menschen. Man wurde schon vor vielen Jahrhunderten auf die Naturheilmethoden aufmerksam und wendete sie auch an. In Ungarn wurde das Wasser der Heilquellen schon im Mittelalter bewußt angewandt, welches auch im geistreichen mittelalterlichen Reglement des Gesundheitwesens zu lesen ist: Das Bad und der Wein schaden der Gesundheit des Körpers, aber das Bad und der Wein
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geben die Gesundheit des Körpers auch zurück. Die in einer der wichtigsten hydrologischen und balneologischen Arbeiten des 18. Jahrhunderts geschriebenen Gedanken sind zu beherzigen: Hévíz ist gut für die nach der harten, täglichen Arbeit Ermüdeten, weil das Wasser des Sees sie frisch macht, aber Hévíz tut auch den Nichtstuern gut, weil das Heilwasser sie zur Arbeit aufmuntert... Die heilenden Wasser versprechen Gutes für die Krankheiten und Leiden der Menschen, doch sie tragen auch Gefahren in sich, wenn man sie von Vorschriften und Regeln abweichend in Anspruch nimmt. Heutzutage kommt es immer öfter vor, daß sowohl der Arzt als auch der Kranke wieder zu Naturheilmethoden Zuflucht sucht.

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Das Wesen der Hévízer Heilkur besteht darin, daß den Kranken das heilende Bad, den jahrzehntealten, ja sogar jahrhundertealten wissenschaftlichen Erfahrungen ärztlicher Praxen entsprechend dosiert wird. Die Hévízer Heilkur hat eine komplexe Wirkung, in der der Wärmegrad, die chemische Zusammensetzung des Wassers,der Schlamm, die Luft, die radioaktive Strahlung und das Klima eine wichtige Rolle spielen.
Die Zeitdauer der Hévízer Heilkur beträgt 2-3 Wochen.


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Man muß den Hévízer See als natürlichen Heilfaktor, als eine ökologische Einheit betrachten, deren primär entscheidendes Element durch die hydrophysischen, hydrochemischen und hydrobiologischen Eigenschaften des Seewassers geprägt werden, damit eine Wechselnutzung eingehend mit dem das Seebett bedeckenden Schlamm und dem vorhandenen Mikroklima der Umgebung. Die Besonderheit der Hévízer Heilkur ist, daß man unter freiem Himmel, im lauwarmen Wasser des natürlichen, großen Sees baden kann.

Der Erfolg des Hévízer Seebades wird neben der beruhigend wirkenden Umgebung durch die Gesamtwirkung der folgenden Heilfaktoren hervorgerufen.

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Weitere info
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Kurhotels in Ungarn

Historie

Hévíz ist eines der wichtigsten Zentren für Heiltourismus und Fremdenverkehr in Ungarn. Ihre außerordentliche Bedeutung verdankt die Stadt dem in der Welt einmaligen, natürlichen Warmwassersee mit einem Torfgrund und einem Fläche von 4.4 Hektar, dessen Wasser von großer Heilwirkung ist.
Die „wundertätige“ Kraft des vor mehr als zehntausend Jahren an die Oberfläche gedrungenen Wassers erkannte man schon in der Römerzeit; zum Heilbad wurde der See jedoch erst 1795 auf Initiative von Graf György Festetics ausgebaut.
Eine interessante Besonderheit des Bades stellen die auf Pfählen ruhenden Badehäuser inmitten des Sees dar, die – natürlich oft renoviert – seit Anfang des vergangenen Jahrhunderts des Hévíz charakteristischen Baustil bestimmen. Zwischen den zwei Weltkriegen wurde die Stadt langsam zu einem der Modebadeorte Europas; dieser Entwicklung und mit ihr dem wachsenden Fremdenverkehr tat der ausbrechende 2. Weltkrieg jedoch großen Abbruch. In den 90er Jahren wurden dann neue Hotels gebaut, bei denen man sich in erster Linie an den Bedürfnissen der ausländischen Gästen orientierte. Heute können die angereisten Besucher unter Privatpensionen, Hotels und mehreren Drei- bzw. Vier-Sterne-Kurhotels wählen. Die Sanatorien und größeren Hotels verfügen über eigene Hallenheilbecken. Dort werden auch Heilbehandlungen so ziemlich jeglicher Art bequem unter einem Dach verabreicht.
Für angenehme, erlebnisreiche Stunden nach dem Baden und den Heilbehandlungen sorgt eine Vielzahl an Restaurants, Bier- und Weinstuben. Besonders in den Sommermonaten gibt es ein reichhaltiges Angebot an kulturellen Programmen und Veranstaltungen unter freiem Himmel, die keine Langewille aufkommen lassen.

Heilbad Hévíz
Im Gegensatz zu den Kurorten bietet Heviz den Gästen zu jeder Jahreszeit vieles. Im Frühling werden die Besucher von einer in Blütenpracht beherrschten Stadt empfangen: Der den See umgebende Schutzwald ermuntert zu einem leichten Spaziergang. Das einzigartige Keszthely-Gebirge und die Hänge der Hügellandschaft des Plattensees regen durchaus auch zu grösseren Wanderungen an. Im Sommer können sich die Besucher beispielweise auf dem Gebiet des Seebades am Strand, mit ihren Kleinen beim Kinderbecken oder durch Teilnahme and den abwechslungreichen Sommerprogrammen erholen. Im Herbst und Winter wird die Stadt mit einem einzigartigen Mikroklima beschenkt.

Es ist ein unvergessliches Erlebnis, sich auch im Winter im warmen Wasser des Sees zu entspannen und dabei durch einen sanften Dampfvorhang auf die schneebedeckte Umgebung zu schauen. Die biologische Stabilität des Sees wird durch die seit Jahren konstante Wassertemperatur bewiesen, die nicht einmal in den kältesten Wintermonaten unter 24-26 C sinkt. Der Kursee von Heviz liegt auf einem einzigartigen Naturschutzgebiet, wo der See vom umliegenden Wald vor dem Wind geschützt wird. Die anhaltende Verdampfung des Wassers macht die Luft sauber, und somit wird den Badegästen Erholung in einem staub- und allergenfreien Milieu ermöglicht. Das garantiert den von der Arbeit belasteten Menschen volle körperliche und geistige Entspannung.


Legenden und Geschichte

Heilbad Hévíz
Nach einer antiken Legende liess die Heilige Jungfrau auf das flehende Gebet einer christlichen Amme eine Quelle entspringen. Die Amme wollte ein gelähmtes Kind heilen. Von dem aus der Tiefe aufquellenden warmen Wasser des Sees und dem dampfenden Schlamm wurde der Körper des schwachen, verkümmerten Kindes durch und durch gesund. Diese Legende stammt aus der römischen Zeit, und das erwähnte Kind wurde später der oströmische Kaiser Flavius Theodosius, der im Jahre 391 dir christliche Religion in seinem eigenen Reich zur staatlichen Religion erklärt hat. Seit damals ernährt die entsprungene Quelle den weltweit unvergleichbaren See von Hévíz.

Der Teich von Hévíz ist einer der grössten biologisch aktiven, natürlichen Heilseen der Welt, die Geschichte des Hevizer Sees reicht bis zu jenen Zeiten zurück, in denen auch die Basaltberge um den Plattensee entstanden sind. Die weunderwolle Wirkung des Wassers war schon unseren Vorfahren wohl bekannt. Archäologische Ausgrabungen bezeugen ebenfalls, dass diese Region bereits am Ende der Steinzeit von Menschen bewohnt war. Die auf dem Egregyer Hügel auch heute befindliche Denkmalkirche wurde im Zeitalter der Arpaden gebaut, und stiftet dieser vergangenen Geschichtsperiode ein besonderes Gedächtnis. Gemainsam mit den vulkanischen Kegeln des Tapolca-Beckens und den Quellkuppen der Tihanyer Halbinsel wurde der Hevizer See im Januar 2003 in die Liste der Ungarischen Staatlichen Welterbekommission aufgenommen.


Der Heilsee

Heilbad Hévíz
Der Temperatur des hevizer Wassers ist der Vermischung von aus der Tiefe der Erde entsprungenden kalten und warmen Quellwässern zu verdanken. Im Allgemeinen herrscht im ganzen See beinahe die gleiche Temperatur, de sowohl die verzweigte Wasserströmung als auch die sich über den See ausdehnende 2 m dicke Dampfschicht eine Abkühlung des Wassers völlig verhindern. Aus der Quellenhöhle stossen etwa 410 Liter Wasser mit einer Temperatur von 40 C pro Sekunde auf die Oberfläche empor. Dank dieser Wassermenge wird das Heilwasser des Sees je dreienhalb Tage vollständig ausgetauscht, so bleibt es durchgehend sauber.